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Lula und das fliegende Bett

Am 18.März 2005 veröffentlichte kindersoul music productions

Anne Thiels "Lula und das fliegende Bett"

Eine CD die sich nicht nur musikalisch lohnt, sondern auch textlich Kinder und Eltern in ihren Bann zieht. Wir stellen hier die Entstehungsgeschichte, Intention und Inhalt einmal vor.


?Kleiner Hase, wir brauchen nur Ideen / damit auch die Großen dich endlich mal verstehen...? (Hase und Bär) Als die kleine Lula feststellt, dass ihr Bett fliegen und sie in das Land Bermimpi bringen kann, wo es viele große und kleine Abenteuer zu erleben gibt, ist sie nicht mehr zu halten. Sofort muss es losgehen. Schon trifft Lula auf die Helden der Welt von Anne Thiels Kindersoul: den Affen Adi, das laut trötende Schlampentier, den hinterlistigen Pups, die schüchterne Wadda und viele andere traurige und lustige Gestalten. Und das Schönste dabei ist, dass Lula nicht nur aufregende Abenteuer besteht, sondern dass sie dabei auch von wundervoll souligen Liedern begleitet wird, die sie gut mitsingen und leicht verstehen kann. Wer also Ohren hat, die noch wach sind, der höre!

?Warum wird Kindern immer nur langweilige Schlagermusik oder alberner Pop vorgesetzt??, fragte sich Anne Thiel, selbst Mutter eines dreijährigen Jungen mit Namen Leo. ?Schließlich haben auch Kinder einen Geschmack und damit gute Musik verdient!? Flugs setzte sich die ausgebildete Sängerin und Musikerin an ihr Klavier und begann zu komponieren. Entstanden sind dabei phantasievolle und herrlich melodische Songs, die nicht nur Kinder begeistern, sondern auch Erwachsene in ihren Groove ziehen. Kindersoul nennt Anne ihre Songs für Kinder ab 5 Jahren. Damit trifft sie den Nagel genau auf den Kopf. Denn die Songs von Lula und das fliegende Bett verbinden feinfühlig auf Kinderohren zugeschriebene Texte mit gut gemachtem Soul, anspruchsvoll und eingängig zugleich. Obwohl die meist sehr humorvollen Geschichten auf die unendliche Phantasie von Kindern zugeschnitten sind, berühren die Songs und Songtexte doch auch das volljährige und scheinbar erwachsene Kind. Denn wer findet sich selbst nicht im Schlampentier wieder, das sich trotzig gegen die Konventionen stellt, oder in der schüchternen Wadda, der größten Künstlerin aller Zeiten ? wenn sie sich doch nur trauen würde!

Die Idee zu Lula kam Anne Thiel aus vielen Gründen. Mit einer Ausbildung am klassischen Klavier, Lehr- und Studiengängen am Hamburger Konservatorium und an der Lola-Rogge-Schule, einem Studium der Bewegungsimprovisation beim indonesischen Lehrer Suprapto Suryodarmo sowie Schaupielerfahrungen am Theater Monsun, hatte sie für ihre künstlerischen Ambitionen schon ein tragfähiges Fundament gelegt. Als Sängerin war und ist sie mit diversen Bandprojekten (u.a. at groove, Blue Champagne) als Interpretin und Komponistin auch auf den Musikbühnen zu Hause. Doch trotz der Vielfalt ihrer Projekte vermisste die 1967 geborene Künstlerin lange das spielerische Element, das Geschichtenerzählen und die Phantasie in der hohen Kunst der Unterhaltung.

Als im Jahre 2001 ihr kleiner Sohn Leo zur Welt kam, veränderte dies ihr Leben nicht nur in familiärer Hinsicht ? auch in der Musik bahnte sich ein Wechsel an. So kam Anne die Idee, ihre musikalischen Fähigkeiten mit der Lust am Erzählen zu verbinden ? Lula und das fliegende Bett bereiteten sich zum Abheben vor.

Die Texte verfasste Anne nach Vorbildern ihres Lebensgefährten und dem Vater des kleinen Leo, Nils Jaspersen, der sich Abend für Abend kleine Gutenachtgeschichten für Leo einfallen ließ. Sie verband die Erzählungen mit ihrer Leidenschaft für Jazz und Soul und nach und nach spann sich wie von selbst ein roter Faden um die Songs, so dass nach einigen Monaten die singende Erzählung um Lula eine beständige Form annahm. Gemeinsam mit Produzent und Schlagzeuger Norman Garschke arbeitete sie die Songs im Studio aus und stellte das Projekt Lula und das fliegende Bett auf tönende Füße. Anne singt und erzählt, Norman Garschke spielt die Instrumente und spricht ?das Bett?. Als weitere Stimmen sind der NDR-Sprecher Stefan Hartmann, Nils Jaspersen und die kleine Luana di Maio zu hören. Zu guter Letzt wurde noch ein ergänzender Kinderchor engagiert. Bemerkenswert sind auch die beeindruckenden Illustrationen von Tobias Krejtschi und Béla Janssen, die den aufregenden Ereignissen optisch Leben verleihen.

Lula und das fliegende Bett entstand in Eigenproduktion. Doch Anne Thiel besitzt genug Leidenschaft, um weiter zu denken. So gibt es noch die eine oder andere Geschichte, die schon jetzt eine vielversprechende Fortsetzung nahe legt. Auch der Gedanke an ein Buch ist bereits mehr als eine Idee.

Den größten Zuspruch erhielt Lula bisher natürlich von den Kindern, die sowohl die Geschichten, als auch die Musik so sehr lieben, dass sie nicht genug davon bekommen können. Doch der Jubel der Eltern fällt kaum kleiner aus, weil sie aus den Kinderzimmern endlich einmal Klänge hören, die sie selbst gern mögen. Wir wissen nicht, wie viele von ihnen sich Lulas Abenteuersongs anhören, wenn die lieben Kleinen nachts vom fliegenden Bett träumen... Denn was Kindern so gut tut, kann Erwachsenen nicht schaden!

?Hey ju bab bab n?waddn du wei!? (Wadda)

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